Risikolebensversicherungen Test
Testsieger der Risikolebensversicherungen im Vergleich
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Stiftung Warentest: Risikolebensversicherung Test 2015

19. May 2015   

In der Ausgabe Finanztest 6/2015 vom 20.05.2015 stellt die Stiftung Warentest ihren aktuellen Risikolebensversicherung Test vor. Der letzte Test des Verbraucherinstitutes stammt aus 2013 und liegt damit zwei Jahre zurück.

Die Modellrechnung

Wie in den Vorjahren griff die Stiftung Warentest auf eine Modellrechnung zurück. Es wurden die Verträge eines gesunden 35 jährigen Nichtrauchers untersucht der eine Versicherungssumme in Höhe von 250.000 € über eine Laufzeit von 25 Jahren abschließt. Der Modellkunde übt keine gefährlichen Hobbys aus und ist von Beruf Verwaltungsfachangestellter bzw. Industriemechaniker. Weiterhin wurde keine dynamische Beitragserhöhung und keine erhöhte Leistung bei Unfalltod vereinbart. Darüber hinaus wurden Angebote für 45- und 55jährige Modellkunden und ein 35jähriges Paar überprüft. Raucher- und Nichtrauchertarife.

Das Testergebnis

Besonders günstig waren CosmosDirekt Europa WGV Credit Life und die Hannoversche. Ausgewertet wurden die Angebote von 40 Versicherungen die der deutschen Versicherungsaufsicht unterliegen. Es wurden nur Tarife mit Überschussbeteiligung/Beitragsverrechnung ausgewählt und wenn dies nicht angeboten wurde griffen die Tester auf Tarife mit Todesfallbonus zurück. Der Kunde kann ruhig nach den Preis entscheiden und das günstigste Angebot auswählen. Bei 250.000 € Versicherungssumme gibt es den Schutz schon für 15 bis 20 € monatlich Es gibt keine großen Unterschiede bei den Bedingungen der einzelnen Versicherer. Teurere Tarife sind lediglich mit Premium-Konditionen ausgestattet.

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Premium Tarife

Die teuren Premiumtarife sind ausgestattet mit besseren Nachversicherungsgarantien (die aber nur auf 25.000 € begrenzt und damit in der Praxis häufig nicht ausreichend sind) oder eine Auszahlung zu Lebzeiten bei schwerer Krankheit mit Todesfolge innerhalb der nächsten zwölf Monate (ärztliches Attest) vorsehen oder eine Auszahlung bei Pflegebedarf in Höhe von 10% der vereinbarten Versicherungssumme einschließen. Diese Premiumkonditionen sind in der Praxis weniger zu empfehlen weil sie den Tarif erheblich verteuern.

Die Testsieger 2015

Die Beiträge beziehen sich auf dem 35 jährigen Modellkunden mit einer Laufzeit von 25 Jahren und eine Versicherungssumme von 250.000 €

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Exkurs I: Was kann ein Risikolebensversicherung und wer sollte sie abschließen?

Ein Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall der versicherten Person die vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen aus. Sie überbrückt die finanzielle Lücke wenn jemand stirbt und damit einhergehend ein Gehalt ausfällt.
Eine Absicherung ist somit ratsam für junge Familien denn die gesetzliche Hinterbliebenenrente deckt nur einen Teil der bisherigen Einnahmen ab. Des weiteren ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll für

  • Alleinerziehende die ihre Kinder finanziell absichern möchten
  • Paare besonders unverheiratete denn sie haben keinen Anspruch auf Hinterbliebenenrente
  • Geschäftspartner die sich und ihre Unternehmung gegenseitig absichern möchten

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Exkurs II: Varianten der Risikolebensversicherung

Unterschieden wird zwischen

  • der Einzelpolice
  • der “Verbundene Leben”
  • der Restschuldpolice

Die am häufigsten vorkommende Einzelpolice wurde umfassend untersucht. Die “Verbundene Leben” wartet immerhin mit den Top-5 Ergebnissen im Risikolebensversicherungstest auf und die Restschuldpolice war nicht Bestandteil der 2015er Untersuchung. Eine Restschuldversicherung hat eine fallende Versicherungssumme und ist bei der Absicherung eines Kredites sinnvoll. Bei der “Verbundenen Leben” schließt ein Paar nur einen Vertrag und sichert sich gegenseitig ab. Stirbt einer der beiden Partner zahlt die Versicherung. Das Geld wird nur einmal bezahlt auch wenn beide zum Beispiel bei einem Unfall gleichzeitig sterben. Eine “verbundene Leben” ist günstiger als zwei Einzelpolicen.

Tipp: Clever abschließen und Sparmöglichkeiten

1. Steuersparmöglichkeiten: Die Auszahlung der Versicherungssumme unterliegt nicht der Einkommensteuer aber der Erbschaftssteuer. Der Erbschaftsteuerfreibetrag liegt bei verheirateten Paaren bei 500.000 €. Bei unverheirateten Paaren jedoch nur bei 20.000 €. Deshalb ist es sinnvoll ein Risikolebensversicherungsvertrag selbst abzuschließen die Versicherungsbeiträge zu zahlen aber in der Police das Leben des Partners zu versichern. Der gibt dafür seine Zustimmung. Versicherungsnehmer ist damit der Bezugsberechtigte und die Regelungen der Erbschaftssteuer werden nicht angewendet. Die Auszahlung ist steuerfrei.
2. Individuelle Risikozuschläge: Lebensgewohnheiten und individuelle Merkmale haben Einfluss auf die Höhe des Beitrags. Die Versicherer erheben Risikozuschläge auf das Alter den Beruf die Gesundheit das Gewicht Rauchen oder riskante Hobbys.

Interessenten die befürchten aus gesundheitlichen Gründen vom Versicherer abgelehnt zu werden können über einen Versicherungsmakler oder Versicherungsberater eine kostenlose und anonyme Risikovoranfrage stellen.

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Fazit Risikolebensversicherung Test 2015