Risikolebensversicherungen Test
Testsieger der Risikolebensversicherungen im Vergleich
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Stiftung Warentest: Risikolebensversicherung Test 2013

19. März 2013   
Risikolebensversicherung Test 2013 - die Testsieger von Stiftung Warentest kennen.

Risikolebensversicherung Test 2013 – Die Testsieger von Stiftung Warentest kennen.

Update – Risikolebensversicherung Test 2015

In der Finanztest-Ausgabe 04/2013, vom 20.3.2013, hat Stiftung Warentest Angebote zur Risikolebensversicherung bewertet. Konkret untersucht wurden Preisänderungen der Versicherer, die mit der Einführung der Unisextarife einhergehen. Dabei wurden die aktuellen Unisex-Preise aus 2013 mit der letzten Risikolebensversicherung Stiftung Warentest Analyse aus 09/2012 verglichen. Im Schnitt stiegen die Beiträge der Frauen um 31 %, die der Männer sanken dagegen nur um circa 9 %.

Der Vorjahresvergleich und die Entwicklung der einzelnen Tarife

Wie 2012 hat die Verbraucherschutz-Organisation anhand 34jähriger Modellkunden die Angebote für Verträge mit 20 Jahren Laufzeit und 150.000 € Versicherungssumme getestet (keine dynamische Erhöhung der Beiträge und Leistungen, keine anderen Sonderkonditionen). Insgesamt wurden die Tarife von 36 Versicherungen ermittelt.

Bis zum 20. Dezember 2012 zahlten Frauen aufgrund ihrer längeren Lebenserwartung und den damit verbundenen geringeren Risiko für die Versicherung, einen geringeren Beitrag für eine Risikolebensversicherung als die Männer. Vom Europäischen Gerichtshof wurde diese Prämienkalkulation als diskriminierend verurteilt. Seitdem sind geschlechtsneutrale Tarife bei Versicherungsverträgen vorgeschrieben.

Mit Einführung der Unisextarife stiegen die Beiträge für weibliche Nichtraucherrennen um circa 23 %, die der männlichen Nichtraucher sanken aber gerade einmal um 12 %. Gravierender ist es für Raucher gekommen, denn hier liegt die durchschnittliche Preissteigerung für Raucherinnen noch höher, die Reduzierung für männliche Raucher ist allerdings noch geringer als bei dem Nichtrauchern.

Für den Nichtrauchenden 34jährigen Modellkunden (Verwaltungsfachangestellter, keine gesundheitlichen Probleme, kein Übergewicht, keine gefährlichen Hobbys) sind Verträge für weniger als 100 € im Jahr zu haben, der rauchende Testkunde zahlt knapp über 200 € im Jahr.

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Die günstigsten Preise der Testsieger

Von den günstigsten Anbietern aus 2012 sind viele Gesellschaften (vor allem Direktversicherer), bis auf einige Verschiebungen, wieder in der aktuellen Spitzengruppe zu finden.

Top3 (Nichtrauchertarife):

  1. CosmosDirekt (Tarif: CR/Basis-Schutz, 90€ Jahresbeitrag (Frauen +10% / Männer -5% ggü. Vorjahr))
  2. Huk24 (Tarif: WB24, 94€ Jahresbeitrag (Frauen + 16% / Männer +4% ggü. Vorjahr))
  3. Europa (Tarif: E – T2, 96€ Jahresbeitrag (Frauen + 5% / Männer -25% ggü. Vorjahr)

Top3 (Rauchertarife):

  1. CosmosDirekt (Tarif: CR/Basis-Schutz, 207€ Jahresbeitrag (Frauen +14% / Männer -6% ggü. Vorjahr))
  2. Europa (Tarif: E – T2, 208€ Jahresbeitrag (Frauen + 1% / Männer -31% ggü. Vorjahr)
  3. Interrisk (Tarif: SR1 – XL, 227€ Jahresbeitrag (Frauen +22% / Männer -16% ggü. Vorjahr)

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günstigste Risikolebensversicherungen

Tarifkalkulation und Spanne der Angebote

Der Preis wird anhand von Alter, Gesundheit, Beruf, Bildung, gefährlicher Hobbys, Übergewicht, Vorerkrankungen des Kunden bestimmt. Da der Versicherungsgegenstand weitgehend eindeutig ist (Tod des Kunden) und die Leistungen der Versicherung ebenfalls überall gleich sind, kann man unbedenklich anhand des Preises entscheiden. Die Preisunterschiede zwischen günstigsten und teuersten Anbieter betragen bis das dreifache (Teuerste Anbieter: Öffentliche Oldenburg 313 € Jahresbeitrag für Nichtraucher und Öffentliche Braunschweig 607 € Jahresbeitrag für Raucher).

Der Rat von Stiftung Warentest für Neu- und Bestandskunden

Interessenten, die bisher noch keine Risikolebensversicherung abgeschlossen haben, sollten sich von den bestplatzierten Gesellschaften mehrerer Angebote einholen. Für Bestandskunden mit alten Bisex-Verträgen bleibt meistens alles beim alten. Wird die Versicherungssumme erhöht oder der Vertrag verlängert, so ist das in der Regel über die Nachversicherungsgarantie abgedeckt und gilt nicht als Neuabschluss. Auch bei einer Dynamisierung des Beitrages ändert sich nichts.

Stiftung Warentest empfiehlt vor allem bei Männern, die erst vor wenigen Jahren eine Risikolebensversicherung abgeschlossen haben, einen aktuellen Risikolebensversicherung Vergleich. Hat sich an der Gesundheitssituation nichts wesentlich verändert, so kann eine Kündigung und ein Wechsel in einen Unisextarif günstiger für den Versicherten sein. Bei der Kündigung sind die Kündigungsfristen zu beachten. Bei jährlicher Beitragszahlung in der Regel einen Monat zum Ende des Versicherungsjahres, bei monatlicher Beitragszahlung mit vier Wochen Kündigungsfrist zum Ende eines Monats. Vor der Kündigung sollte sich der Interessent die Angebote mehrerer Gesellschaften einholen. Erst wenn der neue Versicherer das Angebot annimmt, sollte die alte Police gekündigt werden.

Fazit Risikolebensversicherung Test 2013

Fraglich bleibt im aktuellen Risikolebensversicherung Test ob mit Einführung der Unisextarife eine versteckte Preiserhöhung einhergeht. So haben einige Versicherungen sowohl die Tarife für Frauen als auch für Männer erhöht (z.B. HUK 24, Debeka, SDK). Die Versicherungswirtschaft wiederum behauptet nachvollziehbar dass die neuen Unisextarife mit Sorgfalt kalkuliert werden mussten. Schließen zum Beispiel mehr Männer Risikolebensversicherungen ab, dann erhöht sich das Risikopotenzial für die Versicherung und sie haben mehr “schlechten Anteil” im Bestand. Hinzu kommt dass auch weniger Verträge für Frauen abgeschlossen werden, die durch die Unisextarife jetzt für die Männer mitbezahlen. Für den Kunden ergibt sich eine neue Situation, bei der man aber auch weiterhin durch einen aktuellen Preisvergleich seine Angehörigen preisgünstig absichern kann.

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