Risikolebensversicherungen Test
Testsieger der Risikolebensversicherungen im Vergleich
Menü anzeigen

Sterbegeldversicherung

Wenn ein geliebter Mensch verstirbt verbleiben die nahen Angehörigen in Trauer. Doch mit dem Tod gehen auch viele organisatorische und finanzielle Fragen einher. Schließlich erfordert eine Beerdigung nicht nur einen hohen planerischen Aufwand sie fällt auch finanziell schwer ins Gewicht und kann die Hinterbliebenen mit zusätzlichen Sorgen zurücklassen. Wer für seinen Todesfall diese Belastung von seinen Angehörigen nehmen möchte kann schon zu Lebzeiten mit einer Sterbegeldversicherung für die eigene Beerdigung vorsorgen.

Die Sterbegeldversicherung im Überblick

Eine Sterbegeldversicherung ist eine besondere Form der Kapitallebensversicherung die im Falle des Todes die vertraglich festgesetzte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen auszahlt. Die Höhe der Sterbegeldversicherung richtet sich dabei nach den Kosten für die Beerdigung in Abhängigkeit von den eigenen Wünschen wird sie meist über einen Betrag zwischen 5.000EUR und 15.000EUR abgeschlossen. Der Versicherte zahlt monatlich Beiträge in die Sterbegeldversicherung ein bis ein vertraglich festgesetztes Alter erreicht ist. Die Beitragszahlung endet in diesem Moment und die Versicherung ruht bis zu ihrer Auszahlung. Die Höhe der monatlichen Beiträge hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab sie wird über die Versicherungssumme und das Alter des Versicherten bei Vertragsschluss ermittelt.

Gesundheitsprüfung und Wartezeiten

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten eine Sterbegeldversicherung abzuschließen. Im ersten Fall führt die Versicherungsgesellschaft eine Gesundheitsprüfung durch bei der Fragen zum individuellen Gesundheitszustand gestellt und Risikofaktoren ermittelt werden. Verschiedene Vorerkrankungen erhöhen das Risiko für die Versicherungsgesellschaft und lassen die Beitragssätze zusätzlich ansteigen. Im Gegenzug besteht der Versicherungsschutz bereits ab dem Augenblick des Vertragsschlusses. Soll eine Sterbegeldversicherung ohne vorherige Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden weil andernfalls die Beiträge zu kostspielig werden muss der Versicherte eine Wartezeit erfüllen. Erst nach einer Mindestvertragslaufzeit die je nach Anbieter bis zu drei Jahre betragen kann gilt der volle Versicherungsschutz durch die Sterbegeldversicherung. Stirbt der Versicherte vor Erfüllung dieser Wartezeit zahlen die Versicherungsunternehmen nur Teile der Versicherungssumme aus oder die bereits eingezahlten Beiträge zurück.

Die Zielgruppe der Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung kann grundsätzlich in jedem Alter abgeschlossen werden. Vor allem für junge und gesunde Menschen kann sich der Abschluss lohnen weil die monatlichen Beiträge wegen des geringen Sterberisikos sehr gering angesetzt werden. Die Zielgruppe der Versicherungen sind allerdings eher ältere Menschen ab dem Seniorenalter die sich mit dem Thema Tod auseinandersetzen und auch hohe Beiträge für die Versicherung nicht scheuen.

Die Vorteile einer Sterbegeldversicherung

Mit dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung weiß der Versicherte dass im Falle seines Todes ausreichend finanzielle Mittel für die eigene Beerdigung zur Verfügung stehen und den Angehörigen zumindest diese Sorge genommen wird. Gibt es keine näheren Angehörigen kann die Versicherungssumme auch an einen Bestatter ausgezahlt werden der die Beerdigung nach den Wünschen des Versicherten vornimmt zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit wird vertraglich eine dritte Person eingesetzt. Im Falle eines Unfalls kann sich eine Sterbegeldversicherung besonders lohnen weil nun in der Regel die doppelte Versicherungssumme ausgezahlt wird. Auch vor der Erfüllung der Wartezeit zeigen sich die Versicherungsgesellschaften bei einem Unfalltod häufig sehr kulant. Außerdem muss die Versicherungsgesellschaft den Versicherten an ihren Überschüssen beteiligen diese werden zusätzlich zur Versicherungssumme an die Hinterbliebenen gezahlt.

Testergebnisse und Fazit

Sterbegeldversicherungen wurden in den vergangenen Jahren regelmäßig getestet und auf ihre Rentabilität überprüft. Die Ergebnisse waren meist eindeutig: Sterbegeldversicherungen lohnen sich trotz ihrer Vorteile nur in seltenen Fällen. Denn die Beiträge des Versicherten werden nicht nur für die Deckung der Versicherungssumme und die Verwaltung genutzt auch für das Risiko der Versicherung muss der Kunde zahlen. Schlussendlich ist die Summe die der Versicherte über den vertraglich festgesetzten Zeitraum als Beiträge in die Sterbegeldversicherung eingezahlt hat meist deutlich höher als die Auszahlungssumme im Todesfall. Junge Menschen profitieren beim Abschluss von geringen monatlichen Beiträgen zahlen diese aber bis in ein hohes Alter verpflichtend ein. Ältere Menschen müssen wegen des gestiegenen Risikos höhere Beiträge zahlen und werden somit finanziell für das Erreichen eines hohen Alters gestraft. Wer seine Angehörigen für den eigenen Tod absichern möchte sollte daher auch alternative Sparanlagen in Erwägung ziehen. Fällt die Entscheidung auf eine Sterbegeldversicherung ist es wichtig die Angebote verschiedener Versicherungsgesellschaften auf ihr Preis-Leistungs-Verhältnis zu vergleichen.